Crossover auf dem gedeckten Tisch
Immer mehr Gastronomen erkennen die Bedeutung des Tafelgeschirrs als Mehrwert für ihre Gäste: Ein spannendes, unverwechselbares Tabletop verleiht dem Restaurant Charakter. "Porzellan ist eben nicht nur der Gebrauchsgegenstand, als den ihn manche Gastronomen im Alltag noch wahrnehmen", erklärt Max Peter Plänker von KOM:pakt, langjähriger Brand Manager in der Porzellanbranche und Experte für Handelsmarketing. "Vielmehr geht die Tendenz in der Gastronomie dahin, eine Inszenierung, ein Tischbild - zum Thema Film, Meer, Orient - zu kreieren und damit das Lebensgefühl der Gäste anzusprechen."
Die neuen Porzellantrends zeigen im Übrigen, dass Ästhetik und Funktionalität kein Gegensatz sind, sondern miteinander einhergehen. Denn die Kombinierbarkeit von Porzellan steht bei Designern und Gastronomen gleichermaßen hoch im Kurs. Beispiel: der Trend "neuer Luxus". Stilvoll kommen weiße Schalen und Gedecke daher, individuell ist die asiatische Note mit leicht quadratischen Formen und abgerundeten Kanten. Durch die Einfachheit der Entwürfe lässt sich solches Porzellan gut kombinieren - ganz nach Bedarf und Gelegenheit. Das gilt auch für die aktuellen Glanzlichter der Table top-Kollektionen: einfarbiges Porzellan in Rot, Gelb, Blau, Grün oder Orange. Oft reicht es, das eigene weiße Geschirr mit einem knallbunten Platzteller zu kombinieren, um mehr Frische und Eleganz auf den Tisch zu bringen. Hier entwickelt sich das Thema Glas - als Alternative zum Porzellan - derzeit zum Trend.
Auch die Porzellanklassiker - feines weißes Geschirr in überlieferten Formen - putzen sich heraus: Die Formen von Tellern, Tassen und Schüsseln werden insgesamt organischer. Hier zieht man die Ränder runder Teller ein wenig höher, dort wird eine ovale Tellerform kreiert. Der Grund dafür: mehr Funktionalität beim Essen. Wie seinerzeit der Pastateller den Genuss von Nudelgerichten erhöhte, ist es heute etwa das filigrane Schälchen, in dem ein Zwischengericht viel besser aufgehoben ist als auf einem großen Teller.